Verfahren
Tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie
Ein Verfahren, das nach dem Woher fragt. Welche inneren Muster und Beziehungserfahrungen Ihr Erleben bis heute prägen.
Die Grundidee
Die tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie geht davon aus, dass psychische Beschwerden häufig mit inneren Konflikten und Beziehungserfahrungen verbunden sind. Erfahrungen aus früheren Lebensphasen können dabei bis in die Gegenwart hineinwirken und beeinflussen, wie wir uns selbst erleben, Beziehungen gestalten und auf bestimmte Situationen reagieren.
Dabei sind uns die zugrunde liegenden Zusammenhänge nicht immer bewusst. Manchmal verstehen wir selbst nicht, warum wir immer wieder in ähnliche Situationen geraten, bestimmte Gefühle besonders stark erleben oder uns auf eine Weise verhalten, die wir eigentlich verändern möchten.
In der Therapie betrachten wir gemeinsam Ihre aktuelle Lebenssituation und die Themen, die Sie zu mir führen. Dabei geht es auch darum, wiederkehrende Muster, innere Konflikte und Beziehungserfahrungen besser zu verstehen.
Ein wichtiger Bestandteil ist die Auseinandersetzung mit den unbewussten Motiven und Konflikten, die hinter aktuellen Beschwerden und Schwierigkeiten stehen können. Wenn wir verstehen, welche Zusammenhänge hinter unserem Erleben und Verhalten liegen, können neue Perspektiven und Veränderungsmöglichkeiten entstehen.
Die Vergangenheit steht dabei nicht für sich im Mittelpunkt. Entscheidend ist vielmehr, wie frühere Erfahrungen heute noch wirksam sind und was Sie in Ihrem gegenwärtigen Leben verändern möchten.

Psychologische Psychotherapeutin
Der Unterschied zur Verhaltenstherapie
Diese Frage kommt in Erstgesprächen häufig – und sie ist berechtigt, denn beide Verfahren sind wissenschaftlich anerkannt und werden von den Krankenkassen getragen.
Verhaltenstherapie
Ansatz am Verhalten
- Setzt vorwiegend am gegenwärtigen Verhalten und an konkreten Denkmustern an
- Oft klar strukturiert, mit Übungen und Aufgaben für den Alltag
- Fragt vor allem: Wie lässt sich das ändern?
- Häufig auf ein umgrenztes Symptom hin ausgerichtet
Tiefenpsychologisch fundiert
Mein Verfahren
- Setzt beim Verstehen an: welchem inneren Konflikt dient ein Muster?
- Arbeitet mit der therapeutischen Beziehung als eigenem Wirkfaktor
- Fragt vor allem: Woher kommt das – und was hält es aufrecht?
- Bezieht prägende Beziehungserfahrungen ein, wo sie bedeutsam sind
Keines der beiden Verfahren ist dem anderen überlegen. Sie passen zu unterschiedlichen Menschen und unterschiedlichen Anliegen. Wenn Sie unsicher sind, ist das kein Hindernis. Die ersten Sitzungen dienen genau dieser Klärung.
Nicht, um die Vergangenheit zu erklären, sondern um im Hier und Jetzt wieder Spielraum zu gewinnen.
Worum es im Kern geht
Wie eine Behandlung abläuft
Der Einstieg bleibt überschaubar: erst verstehen, dann prüfen, dann gemeinsam entscheiden.
Sprechstunde
Wir ordnen Ihr Anliegen gemeinsam fachlich ein.Probatorische Sitzungen
Wir prüfen in einigen Sitzungen, ob die Zusammenarbeit passt.Ihre Entscheidung
Erst danach entscheiden Sie, ob eine Behandlung beginnen soll.
Die einzelnen Schritte beschreibe ich ausführlicher unter Ablauf einer Psychotherapie.
Für wen sich das Verfahren eignet
Anhaltende psychische Beschwerden
Erwachsene mit Depressionen, Angst- und Zwangsstörungen, somatoformen Beschwerden, Essstörungen oder Belastungs- und Anpassungsstörungen.
Lebenskrisen und Übergänge
Menschen in Lebenskrisen und in belastenden Übergangssituationen.
Wiederkehrende Muster
Menschen, die bei sich wiederkehrende Muster in Beziehungen bemerken.
Verstehen statt abstellen
Wer versteht, warum etwas immer wiederkommt, ist ihm weniger ausgeliefert.
Diese Aufzählung ist nicht abschließend. Das Verfahren ist für ein breites Spektrum psychischer Erkrankungen anerkannt – ob es für Ihr Anliegen infrage kommt, ordnen wir in der Sprechstunde gemeinsam ein.
Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf den Folgen belastender Beziehungserfahrungen; dazu mehr unter Traumatherapie. Was eine Behandlung kostet und wer sie übernimmt, steht unter Kosten und Abrechnung.
Häufige Fragen
Fragen zum Verfahren
Verhaltenstherapie setzt vorwiegend am gegenwärtigen Verhalten und an konkreten Denkmustern an und arbeitet oft mit Übungen und Aufgaben. Tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie fragt zusätzlich nach dem Woher: welche unbewussten Konflikte und prägenden Beziehungserfahrungen ein Muster entstehen ließen. Beide Verfahren sind wissenschaftlich anerkannt. Sie unterscheiden sich im Zugang, nicht in ihrer Berechtigung.
Nein. Die Lebensgeschichte kommt vor, wo sie für Ihr Anliegen bedeutsam ist, nicht als Pflichtprogramm. Der Ausgangspunkt bleibt das, was Sie heute belastet.
Das hängt vom Anliegen ab. Sie kann kürzer angelegt sein und sich auf einen umgrenzten Konflikt konzentrieren oder über einen längeren Zeitraum gehen. Eine Sitzung dauert in der Regel 50 Minuten. Wir besprechen offen, was sinnvoll erscheint.
Am ehesten daran, ob Sie neugierig darauf sind, Zusammenhänge zu verstehen, statt vor allem eine Anleitung zu suchen. Sicher sagen lässt sich das aber erst im Gespräch. Genau dafür sind die ersten Sitzungen da.